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Verschlüsseltes Instant Messaging- Teil 4: Trillian

6. März 2008

Der vierte Teil meiner Howto-Serie beschäftigt sich mit dem Instant Messenger-Client Trillian. Dieser ist, im Gegensatz zu den bisher vorgestellten, Closed Source. Daher und weil er nichts kann, was Pidgin nicht auch könnte (mit Ausnahme eines proprietären „Secure IM“-Modus, der aber qualitativ kaum überprüfbar ist und außerdem ausschließlich zwischen Trillian-Nutzern funktioniert), würde ich tendenziell von der Verwendung eher abraten. Wer allerdings aus Gründen der Bedienung oder ähnlichen Motiven Trillian verwenden will, kann durch Verwendung eines Plugins trotzdem OTR nutzen- vorausgesetzt er nutzt die kostenpflichtige „Pro“ Version, da das Plugin nicht unter „Basic“ funktioniert. Trillian gibt es (bis zum Release der „Astra“ Version) nur für Windows, daher wird auch dieses Howto an Windows orientiert sein.

Trillian lässt sich hier herunterladen. Die .exe-Datei können wir einfach irgendwo speichern und ausführen, Wir lesen die Lizenzvereinbarung durch, klicken auf „Agree“, suchen uns einen Zielordner aus (in den meisten Fällen ist der standardmäßig vorgeschlagene „Programme“-Ordner vollkommen in Ordnung), klicken dann auf „Next“ und entscheiden uns, ob wir den „Weather Channel Desktop“ und die „Ask Toolbar“ haben wollen (zumindest ist das in der Version 3.1.9.0 so; ich persönlich würde von solchen Programmen abraten, da sie erfahrungsgemäß eher nerven und das System instabil machen) und klicken jeweils auf „Next“, entweder mit oder ohne die entsprechenden Optionen auszuwählen. Anschließend folgt die eigentliche Installation, ist der Rechner halbwegs aktuell und Direct X bereits installiert, dauert diese weniger als eine Minute.

Ein Klick auf „Launch“ bringt uns zu einem Auswahlbildschirm, in dem wir zwischen „Pro“ und „Basic“ auswählen können. Wir entscheiden uns für Pro, geben unseren Key dafür ein, wählen einen Avatar aus und entscheiden dann, welche Messaging-Protokolle wir benötigen. Wenn wir uns dabei nicht sicher sind, ist es immer eine sichere Option, einfach alle zu installieren; dies braucht kaum Platz und man ist für jede Eventualität gerüstet, ohne erst nachinstallieren zu müssen. Anschließend werden die Plugins erst heruntergeladen und (nach einem weiteren Klick auf „Next“) installiert. Danach können wir unsere Nicknames und Passwörter für die verschiedenen Messenger-Accounts eingeben. Wer sein Trillian lieber auf Deutsch benutzen möchte, bekommt hier ein entsprechendes Sprachpaket, das er ebenfalls installieren kann.

Sind wir damit fertig, können wir Trillian durch die Option „Launch“ starten und bekommen dann, wenn alles funktioniert hat, unsere Buddy List präsentiert. Trillian als solches ist somit fertig eingerichtet und zur Benutzung bereit. Der nächste Schritt ist natürlich das Installieren und Einrichten des OTR-Plugins.

Herunterladen kann man das Plugin hier. Wir nehmen den normalen Installer in der aktuellsten vorhandenen Version, speichern und entpacken ihn. Anschließend kopieren wir die .dll-Datei in das Trillian-Plugins-Verzeichnis (bei Installation mit Standard-Parametern ist das C:\Programme\Trillian\plugins) und starten Trillian einmal neu.

Nun taucht im Menü unter „Trillian Preferences –>Plugins“ auch das OTR-Plugin auf. Dieses aktivieren wir, gehen dann auf „Change“ und „OTR Config“. Dort wählen wir einen unserer Accounts aus und klicken dann auf „Generate Key“. Die Schlüsselerzeugung dauert auf einem modernen Rechner nicht sehr lange, auf meinem Athlon 64 3500+ beispielsweise um die 10 Sekunden. Wir klicken auf „OK“ und haben somit OTR-Verschlüsselung und einen gültigen Private-Key am Start.

Öffnen wir nun ein Dialogfenster, haben wir oben den zusätzlichen Menüpunkt „Trillian OTR“. Dort wählen wir „Start Conversation“ aus und verifizieren anschließend (über „Verify Fingerprint) nach Möglichkeit den Fingerprint unseres Gegenübers. Wenn wir nun noch einmal „Refresh Conversation“ verwenden, sehen wir, dass auch die Anmerkung „Unverified“ bei der Statusmeldung fehlt. Somit haben wir eine sichere OTR-Verbindung aufgebaut.

Wie dieses Howto zeigt, kann man auch mit einem relativ verbreiteten proprietären Client OTR-Verschlüsselung nutzen (vorausgesetzt, man ist bereit, die Gebühr für die Pro-Version zu bezahlen oder besitzt diese bereits). Wer also aus irgendwelchen Gründen kein Pidgin oder PSI nutzen will, kann auch auf Trillian zurückgreifen.

Ich hoffe, auch dieser Teil meiner Howto-Serie hat dem einen oder anderen weitergeholfen und die digitale Welt wieder ein Stückchen sicherer gemacht 😉 Fragen, Anmerkungen und Tipps wie immer an mich. Im nächsten Teil der Reihe werde ich mich dann endlich mit PSI befassen.

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One Comment leave one →
  1. 7. März 2008 5:33 pm

    Hi Annika,

    ich empfehle noch einen Link zu unserer Website mit Hinweis auf das Deutsche Sprachpaket zu setzen, auch wenn es nur ums OTR-Plugin geht. 😉

    Ansonsten eine sehr schön bebilderte Anleitung zum OTR-Plugin, die in unserem Forum noch fehlt. Gegen einen Eintrag dort haben wir nichts. 😀

    Viele Grüße
    jazde86

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